Thoughts from Antarctica // Gedanken aus der Antarktis
EN: Reflecting on the first half of the Antarctic season, especially in light of everything that has been unfolding globally over the past days, weeks, and months.
Being surrounded by ice, wildlife, and a landscape that still feels largely untouched by humans is both exhilarating and grounding. It brings a sense of pure joy, while also offering calm and perspective.
And of course, there is a human element on board: people from different nations and cultures coming together, forming lasting bonds, finding not only adventure but also friendship, and sometimes even love.
This isn’t simply about being at the end of the world and taking a break from the news. Antarctica itself stands for something much larger. The Antarctic Treaty, signed on December 1, 1959, set out to dedicate an entire continent to peace and international scientific cooperation.
The treaty is far from perfect and, like many international agreements, lacks strong enforcement mechanisms. But perhaps it’s worth remembering the mindset behind it: leaving parts of our planet to nature and wildlife, where humans are visitors rather than owners; prioritizing science over misinformation; and choosing collaboration over conflict.
In times like these, that idea feels more relevant than ever.



DE: Ich blicke auf die erste Hälfte der Antarktis-Saison zurück, insbesondere angesichts all dessen, was sich in den letzten Tagen, Wochen und Monaten weltweit ereignet hat.
Umgeben von Eis, Wildtieren und einer Landschaft, die sich noch weitgehend unberührt anfühlt, ist das gleichermaßen berauschend und erdend. Es schenkt pure Freude und gleichzeitig Ruhe und Weitblick.
Und natürlich spielt auch der Mensch eine Rolle: Menschen verschiedener Nationen und Kulturen kommen zusammen, knüpfen dauerhafte Freundschaften und finden nicht nur Abenteuer, sondern auch Freundschaft und manchmal sogar Liebe.
Es geht hier nicht einfach nur darum, am Ende der Welt zu sein und den Nachrichten zu entfliehen. Die Antarktis selbst steht für etwas viel Größeres. Der Antarktisvertrag, unterzeichnet am 1. Dezember 1959, hatte zum Ziel, einen ganzen Kontinent dem Frieden und der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu widmen.
Der Vertrag ist alles andere als perfekt und wie viele internationale Abkommen mangelt es an wirksamen Durchsetzungsmechanismen. Doch vielleicht lohnt es sich, die dahinterstehende Idee zu bedenken: Teile unseres Planeten der Natur und den Wildtieren zu überlassen, wo der Mensch Gast und nicht Besitzer ist. Wissenschaft vor Fehlinformationen stellen und Zusammenarbeit dem Konflikt vorziehen.
In Zeiten wie diesen erscheint diese Idee relevanter denn je.

