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The British Isles & Wildlife Worth Protecting 🌊 – Die Britischen Inseln und ihre wilden Tiere 🌊

Hanna Michel

The British Isles & Wildlife Worth Protecting 🌊 – Die Britischen Inseln und ihre wilden Tiere 🌊

EN: The British Isles might not be the first place that comes to mind for unforgettable wildlife encounters, but they surprise me in the most beautiful ways every time I have the privilege of guiding visitors here.

Having guided puffin tours in Iceland, I thought I knew puffins well. Yet on the island of Lunga in the Outer Hebrides, I finally got to watch them collecting grass, tiny sticks, and other materials for their nests. A moment I had long been hoping for.

Eider ducks are a wonderfully underrated species. The males‘ striking black-and-white plumage contrasts sharply with the females‘ understated brown tones. The camouflage is essential for nesting, since females alone take on all parental duties.

And then there were the grey seals, emerging through the mist around the Shiant Islands. Serene-looking, yet formidable predators. Recent records have even documented males attacking common dolphins. There is still so much to learn about the ecosystems around us.

It’s hard to sit with the beauty of these encounters without also sitting with the weight of what’s at stake. Climate change is already a profound stressor on wildlife populations worldwide — and yet meaningful action from policymakers remains painfully slow.

We know puffins risk losing breeding habitat and prey availability. We know rising sea temperatures are already linked to smaller fledgling puffin sizes. We know Arctic eider ducks face increasing nest predation as sea ice declines. And grey seals face mounting pressure on certain foraging areas and breeding sites from sea level rise and storm surges.

These are not abstract projections. They are changes already unfolding, affecting creatures I’ve had the privilege of watching up close. We need to urgently scale up efforts to address the climate crisis. Out of responsibility to every species we share this planet with. The ones we are affecting through our actions, and now, our inaction.

DE: Die Britischen Inseln sind vielleicht nicht das Erste, was einem bei unvergesslichen Tierbegegnungen in den Sinn kommt, aber sie ĂŒberraschen mich jedes Mal aufs Neue auf die schönste Weise, wenn ich das Privileg habe, Besucher hierher zu fĂŒhren.

Nachdem ich bereits Papageitaucher-Touren in Island geleitet hatte, dachte ich, ich kenne diese Vögel gut. Doch auf der Insel Lunga in den Äußeren Hebriden konnte ich sie endlich dabei beobachten, wie sie Gras, kleine Zweige und anderes Material fĂŒr ihre Nester sammelten. Ein Moment, auf den ich lange gehofft hatte.

Eiderenten sind eine wunderbar unterschĂ€tzte Art. Das auffĂ€llige schwarz-weiße Gefieder der MĂ€nnchen bildet einen starken Kontrast zu den unauffĂ€lligen Brauntönen der Weibchen. Die Tarnung ist fĂŒr den Nestbau unerlĂ€sslich, da die Weibchen allein die gesamte Brutpflege ĂŒbernehmen.

Und dann waren da noch die Kegelrobben, die um die Shiant-Inseln herum aus dem Nebel auftauchten. Friedlich wirkende, aber dennoch beeindruckende Raubtiere. JĂŒngste Aufzeichnungen belegen sogar Angriffe von MĂ€nnchen auf Gemeine Delfine. Es gibt noch so viel ĂŒber die Ökosysteme um uns herum zu lernen.

Es ist schwer, die Schönheit dieser Begegnungen zu genießen, ohne gleichzeitig die Tragweite der drohenden Gefahr zu begreifen. Der Klimawandel setzt Wildtierpopulationen weltweit bereits massiv unter Druck. Dennoch geht das Handeln der Politik nur schleppend voran.

Wir wissen, dass Papageientaucher den Verlust von Brutgebieten und Nahrungsquellen riskieren. Wir wissen, dass steigende Meerestemperaturen bereits mit kleineren Jungvögeln einhergehen. Wir wissen, dass arktische Eiderenten aufgrund des schwindenden Meereises zunehmend mit NestrÀubern konfrontiert sind. Und Kegelrobben geraten durch den Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten in bestimmten Nahrungsgebieten und BrutplÀtzen immer stÀrker unter Druck.

Dies sind keine abstrakten Prognosen. Es sind VerĂ€nderungen, die sich bereits vollziehen und Lebewesen betreffen, die ich aus nĂ€chster NĂ€he beobachten durfte. Wir mĂŒssen unsere Anstrengungen zur BewĂ€ltigung der Klimakrise dringend verstĂ€rken. Aus Verantwortung gegenĂŒber allen Arten, mit denen wir diesen Planeten teilen. Denjenigen, die wir durch unser Handeln und nun auch durch unser Nichthandeln beeinflussen.

 

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